Alle Fotos: Hans-Henning Steffen

Seit 1999, also seit nunmehr 23 Jahren, hat sich unsere Eifelverein-Ortsgruppe die Landschaftspflege rund um den Burgort Kronenburg zur Aufgabe gemacht.

Die Abhänge waren im Mittelalter das Glacis, also die freie Fläche außerhalb der Stadtmauer, später wurden daraus bei Bedarf Gärten und Streuobstwiesen, die wieder verfielen, oder sogar Abfallkippen. Das brachliegende Gelände wurde zunehmend von Gebüschen und Bäumen erobert mit der Folge, dass Burgruine und Siedlung von umliegenden Aussichtspunkten und dem nahen Rundweg nicht mehr zu sehen waren.

Die Gemeinde sah damals keine Möglichkeit, sich um die Flächen zu kümmern, aber sie unterstützte unsere Initiative. Wir hatten das Glück, dass die Landschaftspflege in Kronenburg gut zur Zielsetzung einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Arbeitsverwaltung passte, nämlich Jugendliche aus problematischen Verhältnissen landschaftspflegerisch und forstlich auszubilden. Ungefähr zwei Jahre lang arbeiteten 8 – 12 junge Männer, unter Anleitung eines Ausbilders und betreut von der Arbeiterwohlfahrt, in dem Gelände. Dichtes Gebüsch wurde entfernt, Bäume gefällt, Trockenmauern wieder aufgebaut, Zäune errichtet und neue Obstbäume gepflanzt.

Im Anschluss an diese ‚Grunderneuerung‘ galt es, das Erreichte zu bewahren. Dass dies 20 Jahre lang gelungen ist, verdanken wir unseren Vereinsmitgliedern, allen voran dem Ehepaar Hans und Husch Steffen in Kronenburg. Jahr für Jahr war vieles zu tun: unter anderem Freischneide- und Mäharbeiten, Obstbaumschnitt und  –pflege, auch Zaunreparaturen, außerdem waren die Schafbeweidung, die Obsternte und z. B. auch Obstbaumschnittkurse zu organisieren. Unterstützung gab es regelmäßig von der Biologischen Station im Kreis Euskirchen und von der Unteren Landschaftsbehörde in der Kreisverwaltung, sowie von unserer Gemeindeverwaltung.

Weil nicht alles ehrenamtlich zu machen war, musste für Material und Arbeitseinsatz auch immer wieder Geld ausgegeben werden. Vielen Spendern aus Ort, Gemeinde und weit darüber hinaus sind wir deshalb sehr dankbar für die ca. 38.000 EUR, die uns im Laufe der Jahre in kleinen und größeren Beträgen anvertraut worden sind, und die wir sehr gebraucht haben!

Jetzt können unsere Vereinsmitglieder die vielfältige und auch anstrengende Arbeit mit zunehmendem Alter nicht mehr leisten, und wir sind daher sehr froh darüber, dass die EifelStiftung bereit ist, das gesamte Projekt ab sofort zu übernehmen und fortzuführen! Die Stiftung ist die Eigentümerin des Burghauses in Kronenburg, ihr gehört daher ein Anteil der zu pflegenden Flächen. Die Obsternte soll wie bisher unter Mitwirkung von interessierten Familien aus der Gemeinde erfolgen, wobei bestehende ‚Baumpatenschaften‘ erhalten bleiben. Die Biologische Station und die Untere Landschaftsbehörde bleiben engagiert und übernehmen in den nächsten 5 Jahren den Pflegeschnitt von ca. 130 alten und jungen Obstbäumen.

Für unseren Eifelverein ist die Mitwirkung an dieser wichtigen Projektarbeit, mit der wir sicherlich über Jahre einen wertvollen Beitrag zur Attraktivität des Burgortes leisten konnten, abgeschlossen.  ‚Vielen herzlichen Dank‘ sagen wir  all den Menschen, die uns privat oder beruflich dabei unterstützt und geholfen haben! Und ganz besonders danken wir der EifelStiftung für die Bereitschaft, in unserem Sinne weiterzumachen, verbunden mit der Bitte an alle, die Landschaftspflege rund um Kronenburg weiterhin mit Rat und Tat – und auch mit Spenden an die EifelStiftung – zu unterstützen! Laufende Informationen über das Projekt gibt es in Zukunft auf der im Aufbau befindlichen Webseite http://eifelstiftung.de/landschaftspflege-kronenburg .

Franz-Josef Kühlwetter, Vorstand                                           Hans-Henning Steffen, Projekt Landschaftspflege Kronenburg